January 23, 2009

The 2nd Coming

In October 2008, I started this blog about my way to becoming a geophysicist. I entitled it "A Long Way To Go" because I was just at the beginning of my academic career. Even though I had chosen an English title, I decided to start my blog in German. I hadn´t had any blog before and I just wanted to get used to the whole blog thing. Now, some three months later, I´m still at the beginning of my way but I think It´s time to take a step forward. Let me explain myself a bit:

I´ve had English classes since 5th grade with at least five periods of English each weak plus history, political science and geography in English. This amount of English in school is way above the average one of English classes in German schools. How come? I left elementary school after 4th grade (two years earlier than the common six years in Berlin) and attended a bilingual secondary school. However, it has been more than a year and a half since I finished school with 13th grade. English still is a big part of my life - listening to English music, watching CNN or movies in English, reading English literature - but I have to admit that my writing and especially my speaking skills in English are not as good as they were back then.

English is so important for publishing scientific articles, writing letters of application and getting in contact with other scientists from all over the world. There is just no way around it. I´m still better than most of my fellow students (and also some of my lecturers ^^) but I´m definitely not satisfied with my present skills. The best way to get back on track is to write in English. Therefore, I decided to change my blog´s language to English. I hope you gonna enjoy it.

January 21, 2009

It's Time for Change

Vielleicht ist einigen schon aufgefallen, dass nun viele Bereiche meines Blogs auf Englisch sind. Diese Veränderung wird fortan auch meine Beiträge betreffen. Bereits zum Start meines Blogs gab es Gedanken ihn auf Englisch zu führen, jedoch wollte ich mich zunächst einmal ans Bloggen herantasten. Aber jetzt ist es soweit.
Den Blog auf Englisch zu führen, hat für mich mehrere Vorteile. Einerseits erreiche ich mehr (internationale) Leser und andererseits kann ich meine Englischkenntnisse reanimieren. Sicherlich wird es wieder eine Weile dauern, um ein gewisses Niveau zu erreichen, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich weiterhin auf meinem Weg begleitet

January 20, 2009

Wenn man ein Loch gräbt, kommt man in China heraus...

Auf dem Heimweg von der Uni lauschte ich heute in der Straßenbahn einer Unterhaltung zwischen Mutter und Sohn. Als die Straßenbahn an einer größeren Baugrube vorbeifuhr, fragte der Sohn die Mutter, wo man denn herauskäme, wenn man das Loch immer und immer tiefer graben würde. Die Mutter antwortete: "Na in China." Davon abgesehen, dass mir als Geowissenschaftler da gleichzeitig gewisse Fragen in Bezug auf den Aufbau unseres Planeten aber auch wahnwitzige Phantasien in den Sinn kamen, fragte ich mich, wo man denn wirklich herauskäme, wenn man senkrecht immer tiefer bohren könnte.

Das Internet bot mir schnell eine Antwort auf meine Frage, ohne groß mein Rechenzentrum im Kopf anwerfen zu müssen: Würde man das Loch in Deutschland bohren, käme man südöstlich von Neuseeland mitten im Pazifik heraus. Nach der Hitze des Erdkerns bekäme man also eine angenehme Abkühlung.

Falls ihr auch einmal ausprobieren wollt, wo man Löcher graben muss, um an bestimmten anderen Punkten herauszukommen, dann empfehle ich euch diese auf Google Maps aufbauende Seite:

http://map.talleye.com/bighole.php

January 13, 2009

Bremssand

Ich wollte mich für eine Sedimentologie-Übung zur Auswertung von Siebsatz-Daten etwas in Sachen Sand schlau machen. Beim Lesen stieß ich dabei auf den Begriff Bremssand mit einem zugehörigen Photo, was ich sehr beeindruckend finde. Wahrscheinlich hat das jeder von uns schon einmal gesehen aber nie wirklich wahrgenommen.

Das Photo zeigt einen bremsenden ICE. Bei der Staubwolke handelt es sich nicht etwa um aufgewirbelte Partikel aus dem Gleisbett, sondern um Sand, den der Zug ablässt.
Vor allem bei tieferen Temperaturen gibt es an Zügen vor den Rädern sogenannten Sandstreuer, die Sand auf die Gleise streuen, um beim Beschleunigen und Bremsen die Reibung zwischen Rad und Gleis zu erhöhen.

Man lernt halt immer dazu. Wenn ich das nächste Mal am Bahnhof stehe, achte ich darauf, ob Sand auf den Gleisen liegt.

January 12, 2009

Wenn eine Vorlesung zum Genuss wird

Zwar gibt es im Studium immer wieder Momente, wo ich von Photos oder neuen Themen begeistert bin, weil ich sie bisher nicht kannte oder weil sie einfach sehr interessant sind, doch selten sitze ich fasziniert und andächtig da und genieße das, was ich sehe und höre. Letzte Woche war einmal wieder so ein Moment.

Als ich Anfang Oktober 2007 zur Einführungsveranstaltung unseres Fachbereiches für die neuen Erstsemester ging, wurden wir von einigen Dozenten sowie von den Mentoren begrüßt und erhielten einen Ausblick auf unser Studium an der FU Berlin. Die Leitung dieser Einführungsveranstaltung übernahm Prof. Dr. Christoph Heubeck. Ich bin meistens sehr vorsichtig mit dem Nennen von Namen aber seinen Namen sollte man auf jeden Fall kennen. Von der ersten Sekunde an hatte ich den Eindruck, dass dieser Mann nicht nur sehr kompetent auf seinem Gebiet ist, sondern auch sehr an der Entwicklung aller Studenten interessiert ist. Er fordert einiges aber wenn man ihm dies entgegenbringt, so erwidert er es auch und setzt sich sehr stark für jeden einzelnen ein.

Seit diesem Tag habe ich mich auf die erste Vorlesung bei ihm gefreut. Ich musste lange warten aber letzte Woche war es dann endlich soweit. Was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen. Ich habe selten eine so gut strukturierte, auf den Punkt gebrachte und rhetorisch brilliante Vorlesung besucht. Selbst aus meiner Schulzeit fällt mir spontan keine so gute Stunde ein. Und wir sprechen hier immerhin von einem Wissenschaftler und keinem ausgebildeten Pädagogen.

Damit möchte ich nicht sagen, dass alle anderen Dozenten schlecht wären. So ist es keineswegs, denn wir haben viele gute Dozenten am Fachbereich aber er ragt meiner Meinung nach deutlich heraus. Neben der Qualität, wie er Wissen vermittelt, ist es bei mir vor allem das Gefühl als Student wichtig und ernst genommen zu werden. Dieses Gefühl habe ich leider eher selten im Studium.

Ich freue mich über jede weitere Veranstaltung von ihm, die ich besuchen...genießen kann. Es ist ein Glück auf meinem Weg solchen Menschen zu begegnen und von ihnen lernen zu dürfen. Das schätze ich wirklich sehr.

January 04, 2009

Cave of the Crystals

Heute möchte ich mal nichts zu meinem Studium sagen - morgen geht es übrigens wieder los - sondern etwas zeigen, wovon ich heute in der Zeitung zum ersten Mal Bilder gesehen habe und was mich sehr beeindruckt hat.

Es handelt sich um eine Höhle in Mexiko, in der riesige Gipskristalle gewachsen sind. Die Kristalle konnten so groß werden, weil die Höhle sehr lange unter Wasser stand und erst von einer Minengesellschaft leergepumpt wurde. Auch jetzt herrschen noch mit nahezu 100% Luftfeuchtigkeit und an die 50°C menschenfeindliche Bedingungen.

Das Beeindruckende daran ist die schiere Größe der Kristalle. Bei Gesteinsbestimmungen im Studium sieht man fast nur Kristalle, die man in der Hand halten kann. Bei dieser Höhle ist das Verhältnis Mensch zu Kristall umgekehrt.

Besonders schade ist, dass die Höhle nach den Arbeiten der Minengesellschaft wieder geflutet werden soll.






January 01, 2009

2009: volle Kraft voraus

Die Gläser sind geleert und die guten Vorsätze sind geschmiedet. 2008 ist nun ein Teil Geschichte und wir haben 2009. Ich wünsche allen Lesern ein erfolgreiches und gesundes Jahr und hoffe, dass ihr eure Wünsche und Träume verwirklichen könnt.

Trotz der negativen oder gar katastrophalen Prognosen für 2009 blicke ich mit Freude, Neugier und Eifer auf die kommenden zwölf Monate. Ich bin sehr gespannt, wie mein weiterer Weg zum Geophysiker aussieht und ich bin davon überzeugt, dass ich ihn erfolgreich gestalten kann und mit viel Einsatz auch erfolgreich gestalten werde.

Mein Studium führt mich 2009 deutlich häufiger aus Berlin weg. Zwar öffnet sich noch nicht die ganze Welt aber zumindest Deutschland.

Es stehen insgesamt drei Geländapraktika an, über welche ich euch natürlich ausführlich und bebildert berichten werde. Bereits von Mitte März bis Anfang April gehe ich für fast drei Wochen auf große Tour nach Nordhessen auf zwei Geländepraktika (Sedimentologie und Geologische Kartierung). Im Sommer folgt dann noch ein Geländepraktikum zum Thema Tektonik.

Besonders freue ich mich auf ein achtwöchiges Berufspraktikum, welches ich im Sommer absolvieren werde. Es steht zwar noch nicht fest in welcher Firma aber ich sehe das als große Chance einen guten Einblick in die geophysikalische Praxis sowie mögliche spätere Arbeitsgebiete zu bekommen. Bis zum Frühjahr muss ich eine Entscheidung fällen, bei welchen Unternehmen ich mich bewerbe. Ich habe zwar schon viel nachgelesen aber ganz sicher bin ich mir noch nicht. Ich möchte im Rahmen des Praktikums auch viel lernen und nicht nur Kaffee kochen. Daher möchte ich vor der Bewerbung auch schon ein gutes Gefühl haben.

Doch neben den Praktika stehen natürlich auch wieder sehr viele Klausuren an. So gehts schon Anfang Februar richtig rund. Dann schreibe ich innerhalb von zwei Wochen sieben Klausuren. Da qualmt der Schädel.

Ihr seht. Es steht mächtig viel an. Das ist zwar sehr viel Arbeit aber auch jedes Mal eine Möglichkeit mit den Aufgaben zu wachsen. Darauf freue ich mich.