Es ist mal wieder Wochenende und ich habe ein wenig Zeit gefunden, meinen Blog fortzuführen. Wie versprochen möchte ich heute die Veranstaltungen, die ich im aktuellen Wintersemester besuche, etwas näher beleuchten, was jedoch keineswegs in eine Art Vorlesung ausarten soll.
Vor
Geochemie hatte ich im Vorfeld ein wenig Angst, weil ich seit der 11. Klasse kein Chemie mehr hatte und in Chemie auch nie sonderlich gut war, da ich damals aufgrund schlechter Leistungen schnell mein Interesse verloren hatte. Ich werde mich auch nicht mehr mit der Schul-Chemie anfreunden können aber die Themen, die wir in Geochemie behandeln, sind für mich nicht nur verständlich, sondern auch interessant. Zwar sehe ich als Physiker die Chemie natürlich nur als Teildisziplin der Physik an - das mögen die Chemiker gar nicht ;-) - aber ich kann mittlerweile verstehen, wie man sich für diese Wissenschaft begeistern kann.
Vor allem ein nun gutes Verständnis des Periodensystems der Elemente sowie der Nuklidkarte, die Enstehung des Universums und unseres Sonnensystems sowie der Methoden die Elementverteilung im Universum und auf der Erde zu bestimmen, haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die
Petrologie und Mikroskopie der Magmatite ist etwas, was halt im Studienverlaufsplan steht und ich machen muss. Ich kann es zwar recht gut aber begeistern kann ich mich dafür nicht. Die Begeisterung überlasse ich gern anderen. Nächstes Semester folgt das ganze noch einmal für Metamorphite aber danach ist zum Glück Schluss.
Auf
Sedimentologie habe ich mich gefreut, weil das für mich ein sehr greifbares Teilgebiet der geologischen Wissenschaften ist. Ablagerungsräume und -bedingunen kann ich mir gut vorstellen, wobei mir das Ablesen am Gestein noch Probleme bereitet. Dennoch ist es eine Veranstaltung, deren Vorlesung und Übung ich mit großem Interesse verfolge. Aufgrund der wöchentlich abzugebenen benoteten Übungen ist es in diesem Semester nach Mathe für Physiker das zweitaufwendigste Fach.
Stratigraphie ist mir zu sehr Friemelei als um Gefallen daran zu finden. Ich bewundere die Leistungen von Nicolaus Steno und habe auch seine Biographie verschlungen aber Stratigraphie selbst ist für mich aufgrund der unzähligen Einteilungen und Vorschriften nix. Aber der Dozent wäre Eintritt wert.
In
Hydrogeologie I beschäftigen wir uns in diesem Semester mit diversen Themen rund ums Grundwasser. Das höre ich mir gerne mal an aber es ist keine Thematik in der ich aufgehen kann. Ich bevorzuge die Wasservorkommen oberhalb der Erdoberfläche - schöne Seen, große Flüsse und endlose Meere.
Im Rahmen des Moduls
Geologisches Grundwissen Praxis besuche ich eine Übung zum Thema
Geologische Karte und Profil. Das Konstruieren und Zeichnen von geologischen Karten und den zugehörigen geologischen Profilen bereitet mir sehr viel Spaß, weil ich gerne sauber arbeite. Da kann ich richtig schön meinen Ordnungssinn (-fimmel ;-) ) befriedigen. Ich freue mich auch schon auf das zugehörige Geländepraktikum, welches im März 2009 stattfinden wird. Doch dazu mehr, wenn es soweit ist.
Mathematik für Physiker III ist nicht viel anders als I und II. Dieses Semester geht es um Funktionen mehrerer Veränderliche. Für nicht Physiker: Das sind Funktionen, wo nicht nur x, sondern auch y, z oder noch mehr Variablen vorkommen. Klingt schwer aber ist eigentlich ganz leicht. Die Hauptarbeit besteht im wöchentlichen Lösen von vier Übungsaufgaben, welches meistens meine Sonntage füllt, aber zu schaffen ist. In Mathe ist halt Routine eingekehrt. Das sah bei mir zu Studienbeginn auch noch anders aus. Aber man wächst ja mit den Aufgaben...